Der Heimat und Geschichtsverein
Geschichte ist ein Thema, dass uns alle angeht und beschäftigt. Tagtäglich schreiben wir Geschichte. Diese aufzubewahren und zu veröffentlichen hat sich der Heimat- und Geschichtsverein Johannesberg zur Aufgabe gemacht.
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Jahreshauptversammlung am 12. März 2026

Für 40-jährige Mitgliedschaft ehrte der Heimat- und Geschichtsverein Hildegard Rosner; rechts der stellvertretende Vorsitzende Jan Wombacher
Schwarz-Weiß hat auch seinen Reiz
Eingehend Rückblick hielten die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Johannesberg auf das letztjährige »Rubinjubiläum« mit Vorträgen von Dr. Heinrich Fußbahn und Johannes Büttner
sowie einer aufwändigen Ausstellung über das Thema »500 Jahre Bauernkrieg«. Insgesamt wurde das Jahr 2025 als neuerlich arbeitsintensiv und vor allem inhaltlich bereichernd beschrieben.
Besonders hervorzuheben war auch das lang ersehnte Entgegenkommen der Gemeinde Johannesberg, den einstigen Turnraum der alten Breunsberger Schule als Archivraum zur Verfügung zu stellen.
Größtenteils konnten nach gehöriger Grundreinigung die vormals privat untergebrachten Registerschränke, Boxen um- und eingeräumt werden. Nicht einfach zu schultern werden im laufenden
Haushaltsjahr weitere kostspielige Anschaffungen sein, um dem neuen Archiv notwendige Strukturen zu geben.
Im 40. Vereinsjahr veröffentlichte der »HGV« auf 340 Seiten mit 17 Artikeln, 468 Fotos die - wie alle Publikationen - spendenfinanzierte 39. Ausgabe des Heimat- und Geschichtsblattes.
Die Kosten des Druckwerks beliefen sich auf 11.267,69 Euro, worin sich nur in etwa das enorm zeitaufwändige, ehrenamtliche Tätigkeitsfeld widerspiegelt. Als durchaus eindrucksvoll kann
der Gesamtbetrag aller seitherigen »Bücher« mit 403.517,88 € bezeichnet werden. Die Partnerschaftsarbeit, wie die Spanierinnen nach Oberafferbach kamen, der Abenteuerspielplatz 2024,
70 Jahre Rathaus Oberafferbach-Johannesberg, das Kriegerdenkmal in Steinbach, Pamoja, die Chronik 2024, Zahlenspiegel und Persönliches würdigte die Johannesberger Leserschaft. Einen
besonderen Dank richtete Rosner an die Lektoren Annette Kaupp und Karl Wombacher sowie an all die fleißigen Austräger, von denen die Zustellung in alle Haushalte gewährleistet wurde.
Für 40-jährige Mitgliedschaft ehrte der Vorsitzende mit Urkunde und einem Präsent: Ernst Alig, Dr. Kurt Bauer, Ernst Heininger, Horst Keßler, Hildegard Rosner, Walter Schmitt und
den SPD-Ortsverein »Rauenthal«.
Nach seiner Wertschätzung der wichtigen Vereinsarbeit leitete Bürgermeister Peter Zenglein die turnusmäßige Neuwahl mit folgendem - jeweils einstimmigen - Ergebnis: 1. Vorsitzender
Michael Rosner, 2. Vorsitzender Jan Wombacher, Schriftführer Lukas Eizenhöfer, Schatzmeister und Bildarchivarin Hildegard Rosner, Lektor Karl Wombacher, Beiräte: Dr. Michael Czisch,
Andrea und Franz Leitzingern, Internet: Ulrich Herzog und Kassenprüfer Roland Albert.
Über die Jahre werden die Fotos in den Heimat- und Geschichtsblättern monochrom, also einfarbig in »Schwarz-Weiß« wiedergegeben. Das soll - nicht nur aus Kostengründen - auch in Zukunft
so bleiben. Wie in der Ton-in-Ton-Malerei transportieren Schwarzweiß-Bilder Emotionen besser als Farbaufnahmen, war die einhellige Meinung der Versammlungsteilnehmer.
Das Ehrenamt kennt keine Zeiterfassung
Nachdem im vergangenen Jahr die vier Dekaden des Vereinslebens gewürdigt wurden, steht nun das nächste Jubiläum an. In Vorbereitung befindet sich die 40. Ausgabe des Heimat- und
Geschichtsblattes. Nahezu in Gänze steht der Inhalt mit wiederum interessanten Artikeln fest. Passend zur Vereinsvielfalt schließt der alte und neue Vorsitzende mit seiner Wahrnehmung:
Das Ehrenamt kennt keine Zeiterfassung.
In der Jahreshauptversammlung vom 27. März 2025 wurde Rita Englert vom 1. Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereins, Michael Rosner, für ihre 25-jährige Mitgliedschaft mit Präsent und Urkunde geehrt.

Michael Rosner und Rita Englert (Foto: Jan Wombacher)
»HGV 40 Jahre Geschichte und Geschichten - 40 Jahre aktiv für Schule, Bürger und Gemeinde - 40 Jahre Aufschreiben, Ausstellungen, Ahnenforschung«
1985 gegründet soll das Jahr 2025 zum 40-jährigen Bestehen für den Johannesberger Heimat- und Geschichtsverein ein besonderes werden. Mit dem 17. Backofen und Brotfest (12. Juli 2025),
dem Wärzberrefest (15. August 2025) dem Tag des offenen Denkmals mit dem Motto: »Wert-voll: unbezahlbar und unersetzlich« (14. September 2025), einem Tagesausflug (27. September 2025) und
dem krönenden Festakt mit Ausstellung (01. und 02 November 25) nimmt sich der Verein eine Menge vor, weit mehr als sonst »Heimat und Geschichte« einen würdigen, wertschätzenden Rahmen zu geben.
Im Rückblick resümierte der 1. Vorsitzende Michael Rosner, 2024 sei neuerlich ein arbeitsreiches, gleich so ein arbeitsintensives Jahr gewesen. Der 38. Ausgabe des Heimat- und Geschichtsblattes
mit 536 Fotos auf insgesamt 356 Seiten und 18 Artikel folge nun die nächste Ausgabe, die nicht minder themenreich sein wird.
Besonders fordernd samt der 89 eingegebenen Fotos sei für ihn von zentraler Bedeutung der Artikel »Die Gebietsreform(en) und ihre Auswirkungen (Folgen) oder 'Kann Geschichte ein Lehrmeister
sein?' - Streiflichter aus der reichhaltigen Gemeindegeschichte - 50 Jahre Gemeinde Johannesberg« gewesen. Ein herzliches Dankeschön richtete Rosner an alle Bewohner von Johannesberg, an alle
Gewerbetreibende sowie Institutionen, die durch ihre motivierende Spende das »Blatt« positiv bewerteten.
IT-Spezialist Ulrich Herzog betreue neuerdings die Homepage des Vereins, womit dem weltweiten Auftritt nicht nur neue Strukturen gegeben, sondern auch Kosten eingespart werden können.
Man hätte den großen Stein plumpsen gehört, der dem Vorsitzenden vom Herzen gefallen sei.
Große wie dankerfüllte Erleichterung wird zum Ausdruck gebracht, weil die Gemeinde Johannesberg für das umfangreiche Vereinsarchiv den ehemaligen Turnraum der alten Breunsberger Schule zur
Verfügung stellt. Dass mitunter öffentlich zugängliche, auch sensible Archivalien eines Heimat- und Geschichtsvereins nicht in private Räume gehören, wurde zu einem vermehrt ansteigenden Anliegen.
Es war wohl bei der Gründung des Vereins vor 40 Jahren in dieser Weise nicht absehbar gewesen, in welchem Ausmaß im Laufe der Jahre derart private Räumlichkeiten in Beschlag genommen werden.
Im Milleniumjahr 2000, in dem vor 25 Jahren im großen Stil die Gemeinde Johannesberg ihr 800-jähriges Bestehen feierte, trat Rita Englert dem Heimat- und Geschichtsverein bei. Nach Einblicken
in die Chronik dieses denkwürdigen Beitrittsjahres erhielt sie für ihre seitherige Mitgliedschaft ein Präsent samt Urkunde.
Im Beisein von Pfarrer Erich Sauer bedankte sich die stellvertretende Bürgermeisterin Jutta Haßkerl im 40. Jahr des Vereinsbestehens bei den Verantwortlichen des Heimat- und Geschichtsvereins
für die bereichernde wie verdienstvolle Tätigkeit, seither den Themen »Heimat und Geschichte« einen großen Stellenwert gegeben zu haben. Sie bedankte sich auch bei Michael Rosner, der seit der
Gründung im Jahr 1985 den Verein führt.
In der Jahreshauptversammlung vom 14. März 2024 ehrt der 1. Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Michael Rosner Mitglieder für 25-jährige Treue:

von links: Michael Rosner, Wolfgang Reuter, Walburga Kraus, Sieglinde Schißler und Alois Pfeifer
Mit Einblick in das Eintrittsjahr 1999 zeigte Rosner in seiner Power-Point-Präsentation auf, was in diesem Jahr insbesondere die Johannesberger bewegte.
Heinz Wüst konnte die Ehrung zu seiner 25-jährigen Mitgliedschaft nicht selbst entgegennehmen. Der 1. Vorsitzende Michael Rosner holte deshalb die persönliche Würdigung nach. Namens des Vereins
dankte er dem 88-jährigen Schreinermeister für seine langjährige Treue und die damit verbundene Unterstützung seit dem Eintritt im Jahr 1999.

von links: Michael Rosner, Heinz Wüst (Bild: Jannis Wüst)
Der 1. Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Johannesberg, Michael Rosner, würdigte bei der Jahreshauptversammlung 2023 nicht nur die 25-jährige Zugehörigkeit von Annette Kaupp zum Verein,
auch ihr unermüdliches, vielfältiges Engagement als eine der guten »HGV-Seelen«:
Kernaufgaben bleiben Schwerpunkte in der HGV-Vereinsarbeit
(aus der Jahreshauptversammlung des Johannesberger Heimat- und Geschichtsvereins)
»Wir sind ohne 'Zusatzveranstaltungen' unseren satzungskonformen Zielen nachgekommen und haben unser Bestes für unsere Gemeinde getan - Die Arbeit geht uns noch lange nicht aus…« resümierte
der 1. Vorsitzende Michael Rosner in seinem Tätigkeitsbericht. Es sei zwar ein ausgebremstes Jahr im Dienst für die Heimat und die Geschichte Johannesbergs gewesen, ohne Treffen und dem
gewohnten Austausch Gleichgesinnter auf Landkreisebene. Die Leistungsbilanz sei trotz alledem beachtlich.
Geschichte und Heimat müssen erlebbar bleiben
Die Arbeit des kulturtragenden Vereins fließe in viele Zweige des örtlichen wie regionalen Gemeinschaftslebens ein. Mit der Zeit mehre sich der ideelle Gewinn. Dies gelte für die Chroniken
von Verein und Institutionen, für die Schul- und Kirchengeschichte, den Werdegang und Jubiläen von Firmen, die Würdigung von Persönlichkeiten sowie Ereignisse der Vergangenheit und Gegenwart.
Der »HGV« hat sich unter anderem als Ziel gesetzt, Heimat und Geschichte in Text und Bildern der Nachwelt zu erhalten. Es läge in der Natur der Sache: je länger die Jahre vergehen, desto mehr
schwinden die Erinnerungsdetails. Dem abzuhelfen widmet sich der Verein zahlreichen Publikationen wie auch gut ausgearbeiteten Vorträgen einschließlich Führungen.
Ein Aufreger war der gesamte Vorgang über die, noch dazu rückwirkende Rechnungslegung von Jahresgebühren des Transparenzregisters, in dem die gemeinnützigen Vereine die Verdachtsnähe von
Geldwäsche zu spüren bekamen. Auch wenn der eingeforderte Betrag als gering einzuordnen ist, bekamen viele Vereinsvorsitzende einen »dicken Hals«. Leider ist die Thematik noch nicht vom Tisch,
auch wenn sich nach Aussage von MdB Andrea Lindholz eine gangbare Lösung abzeichne.
Pfarrer Anton Hubert Brimer, Ehrenbürger der Gemeinde und 2016 verstorben, überließ alle seine Predigten aus der Johannesberger Zeit, die derzeit gesichtet und zugeordnet werden.
»Eine Menge Zeug«, aber durchaus interessante Schätze für das »HGV-Archiv«, wertete Rosner.
»Kulturerbe Johannesberg« - 35. Ausgabe: fast ein kleines Jubiläum: »Wir pflegen die Heimat und ihre Geschichte wie einen Schatz«
Die Reihe der Heimat- und Gesichtsblätter waren und bleiben ein wesentlicher Aufgabenbereich. In den seitherigen 34 Ausgaben füllten 661 Artikel mit verschiedensten Themen auf 10.463 Seiten
die Serie der Heimat- und Geschichtsblätter. Die Ausgabe 2020 war mit 412 Bildern und 10 Artikeln auf 336 Seiten illustriert.
In Heft 35, einem kleinen Jubiläum, entschieden sich die Gremien aus Platz-, aber auch aus Kostengründen - auf eine überschaubare Anzahl von Publikationen. Bereits fertiggestellte oder kurz
vor dem Abschluss stehende Abhandlungen wie - beispielhaft: die Chronik zum 100-jährigen Jubiläum der »Liedertafel« Steinbach, die Aufstellung des Vereinsbaumes, die Gewässerpflege in Johannesberg,
150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Steinbach, Corona Pandemie, die Senioren-Tagespflegestätte, der Verband kommunaler Musikunterricht plus X warten bereits auf die nächstjährigen Ausgaben der Heimat- und Geschichtsblätter.
Nachrufe in Corona-Zeiten, die Bestrafung einer tätlichen Auseinandersetzung, die Breunsberger Mariengrotte und das Breunsberger Schulgebäude, die Einweihung des Abschlussdenkmals und natürlich die
Chronik 2020 werden den Umfang der anstehenden Ausgabe bilden.
Mit fachlicher Unterstützung der Mitarbeiter des Softwareunternehmens HE-S DigitalManagement GmbH, Bianca Wegstein und Marius Spiegel, wurde der weltweite HGV-Auftritt akkurat sowie anschaulich
aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.
Als zeitaufwändige Daueraufgabe erwies sich die Katalogisierung der nahezu 50 Bildstöcke, die sich im Raum Johannesberg befinden. Deren Pflege und Instandhaltung liegt den Mitgliedern sehr am Herzen.
Der Vorsitzende richtete an die Gemeinde Johannesberg ein besonderes Dankeschön für die Renovierung des »Kyffhäuserdenkmals« und des »Friedhofskreuzes«. Die Schriftzüge sind an den beiden Bildstöcken
nunmehr wieder sichtbar. »Dorferneuerung wir machen mit«, lautet - schön ausgestaltet - die Ortseingangsbegrüßung. Da sie nach wie vor ihre Berechtigung habe, wurde die Gemeinde Johannesberg gebeten,
es im Zuge des Straßenbaus »nicht in die Tonne zu werfen«.
Für ihre 25-jährige Zugehörigkeit zum Johannesberger Heimat- und Geschichtsverein erhielten Sigrid Heeg und Harald Eisert ein Präsent samt Urkunde. 23 Jahre leitete Christel Thoma das Kassenwesen,
weshalb sie ebenfalls eine persönliche Ehrung entgegennehmen durfte. Für eine »interne« wie »externe« Belobigung sind Annette Kaupp, Hildegard Rosner und Sieglinde Hinz vorgesehen.
Mit dem Schlussbild vom Aufbau eines Backofenfestes mit dem Hinweis »Das waren noch Zeiten« blickten die Versammlungsteilnehmer hoffnungsvoll in das nächste Vereinsjahr.
(Text und Bild für den Johannesberger Heimat- und Geschichtsverein: Michael Rosner)